Wie lassen sich inklusive Angebote nachhaltig gestalten? Welche Unterstützung benötigen Fachkräfte? Und wie können regionale Netzwerke dazu beitragen, Barrieren abzubauen und Teilhabe zu ermöglichen?
Mit diesen Fragen beschäftigten sich Fachkräfte, Trägervertretungen und weitere Beteiligte aus dem Landkreis Uckermark beim Regionalen Fachtag Inklusion in der Kreisverwaltung in Prenzlau. Fachvorträge, Praxisbeispiele und Workshops boten Gelegenheit, Erfahrungen auszutauschen und gemeinsam Ideen für eine inklusive Kinder- und Jugendarbeit weiterzuentwickeln.
Auch die Stephanus-Stiftung beteiligte sich mit zwei Projekten aktiv am Fachtag.
Silke Titze, Projektkoordinatorin der Ambulanten Wohnschule in Templin, stellte das Projekt unter der Fragestellung „Was kommt nach der Schule?“ vor. Die Ambulante Wohnschule begleitet Jugendliche und junge Erwachsene ab 16 Jahren mit und ohne Beeinträchtigung auf ihrem Weg zum selbstständigen Wohnen. In praxisnahen Schulungen erwerben sie wichtige Kenntnisse und Fähigkeiten für einen eigenständigen Alltag.
Stephanie Thiedig, Projektkoordinatorin von ferien-inklusiv, stand gemeinsam mit Malte Hennig vom Fachverband Jugendarbeit/Jugendsozialarbeit Brandenburg e. V. an einer Beratungsinsel für Fragen zur Finanzierung inklusiver Maßnahmen zur Verfügung. Das Stephanus-Projekt unterstützt gemeinnützige Veranstaltende dabei, inklusive Ferienangebote umzusetzen. Neben finanzieller Förderung für zusätzliche Betreuungskräfte bietet das Projekt auch kostenfreie Schulungen an.
Ein Schwerpunkt des Fachtags war die Frage, wie regionale Kooperationen gestärkt und inklusive Angebote langfristig weiterentwickelt werden können. In verschiedenen Workshops beschäftigten sich die Teilnehmenden unter anderem mit der praktischen Gestaltung von Inklusion, dem Ausbau regionaler Netzwerke und der Bedeutung einer inklusiven Haltung.
Der Austausch zwischen Fachkräften unterschiedlicher Arbeitsfelder ist dabei besonders wertvoll. Praxiswissen kann weitergegeben, Erfahrungen können geteilt und neue Kontakte geknüpft werden. So entstehen wichtige Grundlagen, um inklusive Angebote in der Region weiterzuentwickeln.
Die Beteiligung der beiden Stephanus-Projekte unterstreicht, wie wichtig es ist, fachliche Kompetenz mit regionaler Vernetzung zu verbinden. Denn Inklusion gelingt dort, wo Menschen zusammenarbeiten, voneinander lernen und gemeinsam Möglichkeiten für mehr Teilhabe schaffen.

