07.09.2026 - Stephanus-Stiftung

Mit Gottes Segen nach Israel: Drei ASF-Freiwillige aus der Friedenskirche entsandt

Pfarrerin mit drei jungen Freiwilligen beim Entsendungsgottesdienst in der Kirche© Archiv Stephanus-Stiftung

Entsendungsgottesdienst

Am 6. September 2026 wurden in der Friedenskirche der Stephanus-Stiftung in Berlin-Weißensee drei junge Menschen für ihren einjährigen Freiwilligendienst mit Aktion Sühnezeichen Friedensdienste (ASF) nach Israel entsandt.

Pfarrerin Dr. Ellen Ueberschär, Vorstandsvorsitzende der Stephanus-Stiftung, hielt den Entsendungsgottesdienst für die ASF-Freiwilligen Alexander Fruhmann Berger, Johanna Konrad und Levin Lemkemeier, die kurz vor ihrer Ausreise stehen. Begleitet wurden die Freiwilligen zudem von Thomas Heldt, Referent für Freiwilligendienste bei ASF.

In der Andacht stellten die drei Freiwilligen auch ihre Einsatzstellen vor, an denen sie von September 2026 bis August 2027 arbeiten werden. Im Zentrum des Gottesdienstes stand die Aussendung: Mit einem Segen wurden die drei jungen Menschen in ihren Friedensdienst nach Israel entsandt. Anschließend war bei Kaffee und Kuchen noch Zeit für persönliche Gespräche.

Die Freiwilligen und ihre Einsatzorte

Levin Lemkemeier (19, aus Nürnberg) geht nach Jerusalem. Dort unterstützt er bei Gan HaSchikumi Kinder mit motorischen und sprachlichen Beeinträchtigungen und begleitet bei Amcha ältere Schoa-Überlebende mit Hausbesuchen im Alltag.

Johanna Konrad (19, aus Münster) und Alexander Fruhmann Berger (23, aus Cham) gehen beide nach Haifa. Bei Kiwunim unterstützen sie Menschen mit Behinderungen auf dem Weg in ein selbstständiges Leben, bei Amcha begleiten auch sie Schoa-Überlebende und ihre Familien im Alltag.

Johanna Konrad beschreibt ihre Motivation so: Vor dem Studium wollte sie noch einmal innehalten und sich sozial engagieren und dabei ein neues Land kennenlernen. Trotz der angespannten Lage in der Region vertraut sie auf die Erfahrung von ASF und freut sich auf ihren Einsatz.

Eine langjährige Partnerschaft
Seit über 60 Jahren setzt sich ASF für Erinnerung, Begegnung und Frieden ein. Die Stephanus-Stiftung fördert seit vielen Jahren Freiwilligenstellen von ASF. Eine Partnerschaft, die in Gottesdiensten wie diesem sichtbar wird: als gemeinsames Zeichen für Erinnerungsarbeit, Begegnung und diakonisches Engagement über Grenzen hinweg.