15.09.2026 - ferien-inklusiv

Regionaler Fachtag Inklusion in Frankfurt (Oder)

Austausch, Impulse und neue Perspektiven

Referierende stellen die Qualifizierungsreihe „Inklusion in der Kinder- und Jugendarbeit“ während des Regionalen Fachtags Inklusion vor.© Bild: Stephanie Thiedig - Jacomo Fritzsche und Sebastian Schmidt vom Institut für inklusive Organisationsentwicklung stellen die Qualifizierungsreihe „Inklusion in der Kinder- und Jugendarbeit“ vor.

Am Montag, den 14. September 2026, nahm das Projekt ferien-inklusiv am Regionalen Fachtag „Inklusion in der Kinder- und Jugendarbeit gestalten – gemeinsam, praxisnah, regional“ im Rathaus Frankfurt (Oder) teil. Die kostenfreie Veranstaltung brachte Fachkräfte, Trägervertretungen, Koordinatorinnen und Koordinatoren sowie weitere Akteurinnen und Akteure der Kinder- und Jugendarbeit zusammen, um sich über Chancen, Herausforderungen und konkrete Wege zu mehr Inklusion auszutauschen. Bereits am Vormittag standen fachliche Impulse und Praxisbeispiele im Mittelpunkt. In zahlreichen Gesprächen zwischen den Programmpunkten wurde deutlich, wie viele engagierte Menschen in Brandenburg daran arbeiten, Teilhabe für Kinder und Jugendliche selbstverständlich werden zu lassen.

Am Nachmittag nahm die Projektvertretung zunächst am Workshop „Mammut-Aufgabe Inklusion? Eine Frage der Einstellung und Haltung“ teil, der von Jacomo Fritzsche vom Institut für inklusive Organisationsentwicklung geleitet wurde. Besonders eindrücklich war eine Dankbarkeitsübung in Zweierteams: Die Teilnehmenden saßen sich gegenüber und berichteten abwechselnd von einer Situation aus den vergangenen 24 Stunden. Die Aufgabe für die zuhörende Person war bewusst einfach und zugleich herausfordernd: ausschließlich zuhören, ohne zu bewerten, zu kommentieren oder zu reflektieren. Die Übung machte deutlich, wie wertvoll echtes Zuhören sein kann. Sie regte dazu an, die eigene Haltung zu hinterfragen und Menschen zunächst in ihrer Perspektive wahrzunehmen, bevor Bewertungen erfolgen. Der anschließende Austausch über Einstellung, Offenheit und Haltung im inklusiven Kontext war für viele Teilnehmende sehr bereichernd und bot wertvolle Denkanstöße für die tägliche Arbeit.

Im Anschluss war das Projekt ferien-inklusiv im Workshop „Wie kann ich inklusive Maßnahmen finanzieren?“ vertreten. Stephanie Thiedig, Projektkoordinatorin von ferien-inklusiv bei der Stephanus-Stiftung, stellte das Projekt vor und präsentierte den Werbefilm von ferien-inklusiv. Darüber hinaus informierte sie über Projektpartnerinnen und Projektpartner sowie deren Erfahrungen bei der Umsetzung inklusiver Ferienangebote und stand für Fragen der Teilnehmenden zur Verfügung.

Besonders erfreulich war die Teilnahme von Peter Wohlleben, Dozent der Inklusionshelferschulung von ferien-inklusiv. Er stellte Inhalte, Ziele und die Bedeutung der Schulung vor und gab Einblicke in Qualifizierungsmöglichkeiten für Nichtfachkräfte und ehrenamtlich Betreuende, die inklusive Angebote unterstützen möchten. Im weiteren Verlauf berichtete Thomas Fertig über verschiedene Fördermöglichkeiten für inklusive Projekte. Vorgestellt wurden unter anderem die Franz-Beckenbauer-Stiftung, Aktion Mensch, die Deutsche Fernsehlotterie und weitere Fördermöglichkeiten. Die Hinweise zur Finanzierung stießen auf großes Interesse und lieferten wichtige Anregungen für die praktische Projektarbeit.

Während des gesamten Fachtags war das Projekt ferien-inklusiv zudem mit einem Informationsstand vertreten. Zahlreiche Teilnehmende nutzten die Gelegenheit, sich über inklusive Ferienangebote, die Inklusionshelferschulung sowie Unterstützungs- und Fördermöglichkeiten zu informieren. Dabei entstanden viele interessante Gespräche mit Fachkräften, Mitwirkenden und weiteren Akteurinnen und Akteuren der Kinder- und Jugendarbeit. Die große Resonanz zeigte, wie wichtig fachlicher Austausch und Vernetzung im Themenfeld Inklusion sind. Gleichzeitig wurde deutlich, dass der Bedarf an inklusiven Ferien- und Freizeitangeboten sowie qualifizierten Unterstützungsstrukturen weiterhin wächst.

Gegen 16 Uhr stellten Jacomo Fritzsche und Sebastian Schmidt vom Institut für inklusive Organisationsentwicklung die Qualifizierungsreihe „Inklusion in der Kinder- und Jugendarbeit“ vor. Die Weiterbildung richtet sich an Fachkräfte, die inklusive Prozesse in ihren Einrichtungen aktiv gestalten und weiterentwickeln möchten.

Der Regionale Fachtag hat erneut gezeigt, wie wichtig Vernetzung, gegenseitige Unterstützung und der Austausch guter Praxisbeispiele für eine inklusive Kinder- und Jugendarbeit sind. Das Projekt ferien-inklusiv bedankt sich bei allen Teilnehmenden, Referierenden und Mitwirkenden sowie bei den Organisatorinnen und Organisatoren des Fachtages: Katrin Bertz, Linda Winter-Wolf, Gabriela Fütterer und Susanne Braun. Ebenso gilt der Dank dem Fachverband Jugendarbeit/Jugendsozialarbeit Brandenburg e. V. (FJB), dem Sozialpädagogischen Fortbildungsinstitut Berlin-Brandenburg (SFBB), der Stadt Frankfurt (Oder) sowie dem Institut für inklusive Organisationsentwicklung für die gelungene Gestaltung dieses Austauschtages.

Stephanie Thiedig
Projektkoordinatorin ferien-inklusiv

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Werbestand vom Projekt ferien-inklusiv
© Bild: Stephanie Thiedig
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Ende des Fachtages, mit dem Hinweis gerne eine Karte mitzunehmen und ausgefüllt zurückzusenden.
© Bild: Stephanie Thiedig