14.10.2024

Filmpremiere im Kino Toni „Von Dingen, von Menschen und vom Weitergehen“

„Jeder „Ballon“ hat es verdient, sich in seiner vollen Größe, Form und Farbe zu zeigen“

Ein älterer Herr mit Kappe und Brille steht breitbeinig in einem staubigen Dachstuhl eines alten Backstein-Hauses. Er hält groß ausgedruckte Fotos hoch und verdeckt damit halb sein Gesicht. Eine Beamer-Projektion strahlt auf ihn und die Wand hinter ihm die Schrift "Trauern, erinnern, weitergehen"© Archiv Stephanus-Stiftung

Wann: 15.10. Uhr im Kino Toni, Antonplatz 1, 13086 Berlin
18:30 Uhr Begrüßung im Kinosaal, einleitende Worten zur Idee und Entstehung des Films
18:45 Uhr Filmpremiere
20:30 Uhr Podium für Fragen an Filmemacher Andreas Wieland und Frank Wappler
Eintritt ist kostenlos

Große Ereignisse werfen ihre Schatten voraus. Der Hospizdienst der Stephanus-Stiftung feiert in diesem Jahr sein 25-jähriges Bestehen. Zu diesem Anlass entwerfen Filmemacher Andreas Wieland und Frank Wappler vom Stephanus-Hospizdienst einen Dankeschön-Film für das Ehrenamt. Die Idee: Erinnerungen und Biografie dieser ehrenamtlich Tätigen in den Mittelpunkt zu stellen.
„Geplant war ein Kurzfilm. 25 Minuten – nicht länger. Schon am ersten Drehtag war uns beiden klar, das wird wohl nichts. Aber jeder „Ballon“ hat es verdient, sich in seiner vollen Größe, Form und Farbe zu zeigen. Es wurden 1 Std. 15 Minuten,“ erklärt Frank Wappler.

2019 initiiert der Hospizdienst der Stiftung eine Kooperation mit H&M im Forum Köpenick. Ergebnis dieser Zusammenarbeit sind zwei Schaufenster, die das Textilhandelsunternehmen dem Stephanus-Hospizdienst zur Verfügung stellt, um hier auf seine Arbeit aufmerksam zu machen. Und damit entstand auch die Idee des Films: Ein Ort für Erinnerungen inmitten von Modewäsche und Trendstyles.  „Hier laufen die Fäden des Films zusammen“, so Andreas Wieland, gelernter Dekorateur, Filmemachers und Preisträger mehrere Kurzfilme.

Gemeinsam mit Frank Wappler, Koordinator des Stephanus-Hospizdienstes, hat der Filmemacher trauernde Menschen gebeten, Erinnerungsstücke mitzubringen und die Geschichte dahinter zu erzählen. Im H&M-Schaufenster werden die Gegenstände in Szene gesetzt.

Carola (50) bringt das Armband ihrer besten Freundin und Erinnerungen an eine tiefe Frauenfreundschaft mit. Carola kam nach dem Tod ihrer Mutter zum Hospizdienst.
Frank (Mitte 50) bringt einen alten DDR-Filmprojektor und seine Verbundenheit mit seinem verstorbenen Vater ins Spiel.
Doreen (40) präsentiert das knallgelbe Ballkleid ihrer Tante „aus dem Westen“. Ein Brandfleck erinnert an eine lebenslustige Frau in den 70er und 80er Jahren.

„All diese Gegenstände helfen beim Trauern, denn trauern heißt erinnern, und das Erinnern gibt Trauernden die Zuversicht, weiterzugehen“, erklärt Andreas Wieland.

Daraus ist ein bewegender, persönlicher Film geworden. Überzeugen Sie sich selbst:

Der Film wird nach der Premiere hier bei YouTube zu sehen sein.

 

Über Stephanus: 

Die Stephanus-Stiftung hat ihren Hauptsitz in Berlin und ist Mitglied im Diakonischen Werk Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz. Mit ihren gemeinnützigen Tochtergesellschaften unterstützt sie 10.000 Menschen in besonderen Lebenslagen an 140 Standorten in Berlin und Brandenburg. 4.500 Mitarbeitende pflegen, begleiten, bilden, beraten Kinder, Jugendliche, Familien, Menschen im Alter, Menschen mit Behinderung oder psychischer Erkrankung sowie Geflüchtete. Zu den Angeboten von Stephanus zählen Wohnangebote und Werkstätten für Menschen mit Beeinträchtigung, Wohn- und Pflegeangebote für Senior*innen, Schulen, Kitas, Beratungsstellen und Hospizdienste. 1878 gegründet, hat sich die Stiftung mit ihren Angeboten stets den aktuellen Bedarfen der Gesellschaft angepasst und handelt heute nach den drei Leitprinzipien Nachhaltigkeit, Inklusion und Fachlichkeit. 

Weitere Informationen finden Sie unter www.stephanus.org

 

Kontakt zur Pressestelle: Charlotte Biermann
Mail: Charlotte.Biermann@stephanus.org
Mobil 0160 90 36 19 59